2018 – Ein kleiner, persönlicher Jahresrückblick

Schon wieder ein Jahr vorbei. Vergeht die Zeit tatsächlich immer schneller oder kommt das nur mir so vor? Wir haben doch gerade eben erst angestoßen, auf der Almhütte, mit einem Glas Sekt unterm Feuerwerk und die Vorsätze für’s neue Jahr geteilt. Das soll schon wieder ein ganzes Jahr her sein? Unglaublich…

Wenn ich an diesen Abend zurückdenke, oder vielmehr an diese Zeit, dann denke ich an all die Pläne, die ich für das Jahr 2018 hatte. Ich hatte mir viel (zu viel) vorgenommen und wenn darauf zurückblicke, könnte sich hier ganz schnell Frustration breitmachen. Ich bin nämlich noch lange nicht da wo ich eigentlich hin wollte.

Erwähnte Frustration hat vor ein paar Tagen mal kurz vorbeigeschaut und nicht gerade gute Laune verbreitet. Mit erhobenem Zeigefinger stand sie da und meinte: Wolltest du nicht dieses Jahr…? Und solltest du nicht…? Hättest du nicht besser…? Und warum überhaupt hast du nicht…?

Doch eines war in diesem Jahr komplett anders als die Jahre davor: Meine Reaktion darauf! Früher hätte ich mich tagelang schlecht gefühlt, den Frust schon zu Weihnachten in Alkohol ertränkt oder die Decke über den Kopf gezogen und mich vor der Welt versteckt. Nicht so in diesem Jahr.

Ich hab’ der üblichen Vor-Silvester-Frustration den Stinkefinger gezeigt, ihr einen Arschtritt verpasst, und sie ein für alle Mal ins Jenseits befördert. Und alleine deshalb weiß ich: Ich hab’ 2018 alles richtig gemacht.

2018 war MEIN Jahr. Es ist so unglaublich viel passiert, auch wenn das nach außen hin gar nicht so sichtbar ist. 2018 war das Jahr in dem ich mir zum ersten Mal vorgenommen habe, mich ausschließlich um mich zu kümmern. Ich wollte wieder fit und gesund werden und das hatte definitiv oberste Priorität.
Und so habe ich zu Beginn des Jahres eine Liste mit Dingen geschrieben, die ich erleben und machen wollte, Dinge die mir Freude machen. Das waren zum Teil ganz einfache Sachen wie ‘Barfuß über eine Blumenwiese laufen’ oder ‘Nackt baden gehen’, aber auch ein wenig Anspruchsvolleres wie ‘Schmetterlinge im Bauch haben’ oder ‘Jemandem sagen dass ich ihn liebe’.

Ich hab’ tatsächlich fast alles abgehakt! Nicht die ganzen 77 Punkte auf meiner Liste geschafft, aber ich denke darum ging es auch gar nicht. Ich hab auch nicht ständig die Liste hervorgeholt und geschaut was ich noch abhaken muss. Ganz im Gegenteil…ein paar Monate hab ich sie völlig vergessen. Als ich sie vor ein paar Tagen hervorgeholt habe, konnte ich noch einige der Punkte abhaken! Sie haben sich erfüllt ohne dass es mir bewusst geworden wäre. Wenn auch oft anders als ich es erwartet hätte. Und andere Punkte haben völlig an Priorität verloren, sie passen einfach nicht mehr zu mir. Ich habe mich verändert und das ist gut so.

Ich kann dir nur empfehlen so eine Liste zu schreiben, auch wenn du ein relativ unstrukturierter Mensch bist so wie ich. So eine Liste gibt deinem Jahr wenigstens eine Richtung vor. Pack’ rein was du gerne erleben möchtest, egal wie unrealistisch die Dinge sein mögen. Das Leben schickt dir Antworten und Möglichkeiten. Vertrau’ darauf.

Und am Ende des Jahres (oder des Lebens?), denke ich, geht es doch nur darum mit sich im Reinen zu sein. Sich nicht ständig schlecht zu machen für die Dinge die vielleicht nicht so gut gelaufen sind. Sondern stolz darauf zu sein, was man alles geschafft hat. Ich glaub das hat auch ein bisschen was mit Selbstliebe zu tun. Nur ein bisschen… (Ironie off) 😉

Zu lange war ich viel zu streng mit mir selbst. Und es fühlt sich verdammt gut an es einfach mal gut sein zu lassen. Alleine deshalb weiß ich, dass das Jahr 2018 ein voller Erfolg war. In jeder Hinsicht! Und das ist doch eine tolle Basis für das neue Jahr, findest du nicht?

Vor zwei Tagen habe ich eine schöne Geschichte gelesen und ich möchte sie hier kurz mit euch teilen weil ich sie so passend finde:

“Anfang des Jahres ging ich an den Feldern spazieren und sah einen Bauern, der mit seinem Pflug den Boden bereitete und voller Hoffnung und Vorfreude, aber auch ein wenig ungewiss war, was das Jahr wohl bringen werde.

Im Frühling des Jahres ging ich an den Feldern spazieren und sah denselben Bauern, wie er Samen ausbrachte und sie mit breiter Hand sorgfältig und liebevoll über das Feld verstreute.

Im Herbst des Jahres ging ich an den Feldern spazieren und sah den Bauern, wie er mit der Sense in der Hand das Korn mähte, für das er im Winter den Boden bereitet und das er im Frühjahr gesät hatte.

Im Dezember ging ich an den Feldern spazieren und sah den Bauern, wie er über seine abgeernteten und von frischem Schnee bedeckten Felder in die Ferne blickte und die Ernte des schwindenden Jahres resümierte und hörte ihn sagen “Nicht alles ist aufgegangen, aber die Ernte war reichlich.”

(geklaut von Andreas Gauger)

2018 – Es war mir ein Volksfest! Ich danke jedem Einzelnen, der ein Teil davon war. Danke dass du das Jahr für mich zu dem gemacht hast, was es war: Ein Jahr mit ganz viel Leben im Leben!

More to come…2019!

Danke!

PS.: Wie war dein Jahr 2018? Hast du dir was vorgenommen? Haben sich deine Wünsche erfüllt? Hast du Vorsätze für das neue Jahr? Hast du bestimmte Rituale oder schreibst du dir auch eine Liste?? Wie gehst du mit Selbstkritik um?

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